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7 Schritte zur nachhaltigen Neupflanzung

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5 -  Pflanzgrubenbau

Vor dem Hintergrund immer häufiger auftretender Trocken- und Hitzeperioden
sollte man bei seiner Pflanzenwahl grundsätzlich auf sogenannte Klimabäume setzen,
denn diese Baumarten werden seit rund 15 Jahren in mitteleuropäischen Baumschulen verschult,
um vor dem Hintergrund des Klimawandels Lösungen für urbane Baumstandorte anbieten zu können.

Ein weiterer, entscheidender Punkt ist allerdings der fachgerechte Pflanzgrubenbau.

Neupflanzungen werden überwiegend angefragt, wenn ein Garten oder eine Außenanlage
neu gestaltet, verschönert oder erweitert werden soll.

An dieser Stelle wird meist der Fehler begangen, die Neupflanzungen einfach im Erdreich vor Ort zu "verbuddeln".

Das Problem dabei ist jedoch, dass das Erdreich um ein Gebäude, insbesondere nach einem Neubau,
durch das Befahren mit schwerem Gerät während der Bauphase in der Regel stark verdichtet ist.

Welche Probleme bei Anpflanzungen entstehen,
wenn der durchwurzelbare Raum im Erdreich schadverdichtet ist oder Staunässe birgt,
wird u.a. in den Abschnitten Geoinjektion, Staunässebeseitigung und Bodenbelüftung beschrieben.

Um Ausfällen nach einer Pflanzung vorzubeugen, gibt es jedoch die sogenannten FLL-Richtlinien für Baumpflanzungen,
in welchen ganz genau beschrieben wird, wie viel durchwurzelbaren Raum eine Neupflanzung benötigt,

damit es beispielsweise nach der Pflanzung nicht zu einem Blumentopf-Effekt kommt
oder die Wurzeln der Anpfanzung in der Staunässe der Pflanzgrube verfaulen.




Je größer eine Neupflanzung ausfallen soll, desto größer ist auch das Anwachsrisiko am neuen Standort
und um so größer ist auch der Schaden beim Misserfolg.

Um einem Kunden jedoch gewährleisten zu können, dass eine Pflanzung Erfolg verspricht,
nehmen es die FLL-Richtlinien für Baumpflanzungen beim Pflanzgrubenbau etwas genauer.

Nachfolgend sieht man das FLL-Schema für den Bau einer überbau- und überfahrbaren Pflanzgrube des Typs II.

Diese Bauweise ist sozusagen die 1. Wahl bei Pflanzungen innerhalb befahrbarer Parkflächen,
gepflasterter Außenanlagen und in Fußgängerzonen.




Wie auf dem nachfolgenden Foto der überbauten Pflanzgruben der Außenanlagen des Darmstädter Staatstheaters,
sieht man im Nachhinein nichts vom aufwendigen Unterbau der Pflanzgruben,
aber man wundert sich gerne darüber, warum die Bäume  unter der ansprechend gestalteten Versiegelung gedeihen ?




Unten im Bild sieht man den Einbau von sogenannten LuWa-Systemen in Pflanzgruben des Typs I.
Die auf der Pflanzgrubensohle aufliegenden Drainrohre ( gelb ) dienen der Belüftung der Pflanzgrube.
Aus der Pflanzgrube ragt dann nach der Pflanzung ein Anschlussstutzen ( blau ),
über welchen der Luftaustausch innerhalb der Pflanzgrube stattfindet.
Die im Bild noch nicht zu sehenden Drainrohre für die Bewässerung über den Anschlussstutzen ( blau )
werden erst nach der Pflanzung oberhalb des Wurzelballens angeschlossen.




Eine zur Pflanzung vorbereitete, nicht überbaubare Pflanzgrube des Typs I
mit LuWa-System, Unterflurverankerung und Ballenschutz gegen Austrocknung und Fröste.

Das zur eigentlichen Pflanzung erforderliche Baumsubstrat mit baumartenspezifischen Bodenhilfsstoffen
wird in unmittelbarer Nähe zur Pflanzgrube bereit gestellt.

Nun fehlt nur noch der Baum und dann können die Belüftungsrohre nebst Unterflurverankerung eingebaut werden.




Unten im Bild sieht man nicht überbaute Pflanzgruben des Typs I nach der eigentlichen Pflanzung.
LuWa-Systeme zur Belüftung und Bewässerung der Anpflanzung und alle verbauten Unterflurverankerungen
sind nach der Pflanzung für den Betrachter nicht mehr sichtbar.

Das Finish zum Einebnen der Pflanzfläche wurde mit einem speziellen Staudensubstrat  
aus Bimsstein, Huminstoffen, Wasserspeichergranulat und Vulkanerde realisiert.




Zum kommenden Frühjahr ist angedacht, die Anpflanzung mit einer abwechselungsreichen Unterpflanzung
aus Gräsern, Wildkräutern, Zierlauch und Lavendel abzurunden.




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"Die Zweige mögen in unterschiedliche Richtungen wachsen, doch die Wurzeln halten alles zusammen"

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